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Der Platz muss geräumt werden

Von Christa Westerheider, 01.04.11
Der Leichlinger Malinois-Club ist in Not. Die Hundewiese und das umliegende Gelände, auf dem der Verein trainiert, wurden verkauft. Nun wissen die Clubmitglieder und ihre 20 Hunde nicht wohin.

LEICHLINGEN - „Lee“ ist Lebensfreude pur. Der viereinhalbjährige Belgische Schäferhund (Malinois) tobt mit einem vierbeinigen Freund herum und kümmert sich nicht um den Ernst des Lebens. Das überlässt er seinem Herrchen Knut Fuchs. Der, Ausbildungswart bei der Ortsgruppe Leichlingen des Deutschen Malinois-Clubs (DMC), steht am Rande der Wiese am Further Weg und berichtet gemeinsam mit Geschäftsführerin Carmen Humke von den Existenznöten des Vereins.

Seit erstaunlichen 39 Jahren besteht der Club - womöglich auch schon länger, denn über die Zeit, da mit den Hunden in den Sandbergen trainiert wurde, gibt es keine Aufzeichnungen. Gewiss ist, dass der Hundesportverein 1972 von einem Bauern eine 4000 Quadratmeter große Wiese am Further Weg pachtete und diese zum Übungsgelände mit Flutlicht ausbaute. Nach und nach entstanden auch einige Holzbauten, in denen man Platz für allerlei Arbeitsmaterial und Toiletten und natürlich auch Schutz vor Kälte und Regen fand. Auf diesem Gelände fanden im Laufe der Zeit zahllose Übungsstunden, aber auch Wettbewerbe und Turniere statt. Stolz wird berichtet, dass der DMC Leichlingen viele Weltmeister, Bundessieger und Deutsche Meister hervorgebracht hat - und dass bis auf einige wenige Beschwerden wegen Hundegebells eigentlich alle zufrieden waren.

Aber dann kam der Tag, den man hatte befürchten müssen, aber nach so langer Zeit einfach nicht mehr erwartet hatte: Die Hundewiese und das umliegende Gelände wurden an jemanden verkauft, der dort eine Pferdeklinik errichten will. Jetzt stehen sie da, die 17 Clubmitglieder mit ihren 20 Hunden und wissen nicht wohin.

Es ist nämlich nicht so leicht, einen neuen Platz zu finden: Die Pacht muss für den kleinen Club bezahlbar sein, und es sollte keine direkten Nachbarn geben, die gestört werden. Ein Platz in einem Gewerbegebiet könnte die Lösung sein, ist aber normalerweise viel zu teuer. Ein Gelände im städtischen Außenbereich wäre zwar leicht zu finden und auch bezahlbar (da gibt es sogar schon Angebote), hat jedoch einen großen Haken: Dort ist der Bau von Hütten und Flutlichtmasten grundsätzlich verboten.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Und darauf hoffen die Vereinsmitglieder jetzt. Eine Abordnung war schon beim Bürgermeister mit der Bitte, eine Sonderregelung zu finden. Ernst Müller hat versprochen, die Lage wohlwollend zu prüfen.

Bis die Dinge geklärt sind, muss der Club mitsamt Welpenschule bei befreundeten Vereinen unterschlüpfen. Denn das ist mal klar: Diese Hunde können nicht auf Spiel und Sport und Spaß ohne Leine verzichten. Wer Lee (der eigentlich „Leeland vom Further Moor“ heißt) einmal dabei erlebt hat, mit welcher Freude und Hingabe er seinem Herrn an die Seite springt, kann das verstehen.

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